«Auberge du Mouton» Porrentruy: Im Gespräch mit Samuel Tobler
Im Jura tauchen wir ein in die Welt der «Auberge du Mouton» in Porrentruy, ein Haus, das Persönlichkeit, Charme und Qualität vereint. Mit Samuel Tobler sprechen wir über das Gastgeben aus Leidenschaft, besondere Begegnungen und einen Ort, der entschleunigt und inspiriert.
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Lieber Samuel, wer bist du und welche Macke begleitet dich durch deinen Alltag?
Ich bin Samuel, Gastgeber aus Überzeugung, Detailverliebter und jemand, der gerne Menschen zusammenbringt. Eine kleine Macke von mir: Ich richte Gläser und Stühle fast automatisch gerade, selbst wenn ich privat unterwegs bin. Ganz Gastgeber eben, auch off duty.
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Du bist Geschäftsführer in der «Auberge du Mouton» in Porrentruy. Wie sieht dein Arbeitsalltag im Hotel aus und was bedeutet dieser Ort für dich persönlich? Wie hat dich dein Weg nach Porrentruy geführt?
Meine Frau Rebecca Leaver und ich führen eine Liste mit Bars, Restaurants, Hotels, die wir gerne einmal besuchen möchten, oftmals sind das kleine Inspirationsreisen. Die Auberge war auch mal Teil dieser Liste, und so haben wir uns, nach einem Geburtstag von Freund*innen, die in der Nähe ihren 30. feierten, in der «Auberge du Mouton» für ein Wochenende einquartiert. Das Haus hat uns mit der Kombination von Restaurant und Hotel und den schönen renovierten Zimmern sehr gut gefallen. Nach zwei Tagen sind wir wieder abgereist nichts ahnend, dass das Haus zum Verkauf steht. Wenige Monate später haben wir in einer Hotellerie Zeitung ein Inserat entdeckt: kleines Haus mit 12 Zimmern, 30 Plätzen im Restaurant in der Altstadt. Wir waren auf der Suche nach einem gemeinsamen Projekt, bewarben uns und erhielten das Dossier, noch immer ohne genaue Angaben, um welchen Betrieb es sich handelt. Nun war es jedoch so, dass auf dem Titelblatt des Dossiers eine Aussicht aus einem Zimmer abgebildet war. Es war genau das Zimmer, in dem wir paar Monate zuvor übernachtet haben. So wussten wir, es kann nur die «Auberge du Mouton» sein, nahmen all unseren Mut zusammen und starteten in ein neues Abenteuer. Seither ist die Auberge Teil unseres Lebens geworden, ein Ort, an dem wir unsere Leidenschaft ausüben und der Arbeit nachgehen können, die uns gefällt.
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Beschreibe die Philosophie des «Auberge du Mouton» in drei Worten.
Persönlich. Charmant. Qualitativ.
Worauf wurde bei der Gestaltung der Zimmer Wert gelegt?
Bei der Gestaltung der Zimmer stand die Verschmelzung des historischen Bestands mit modernen Elementen im Mittelpunkt. Die Zimmer sind von sich aus schon sehr charmant, wir haben mit subtilen Details gearbeitet. Handgemachte Lampen, Bilder von schweizer Künstlerinnen, originelle Lösungen für Vorhänge und Sitzmöglichkeiten, sodass die Zimmer nicht überladen sind und der historische Charme immer noch im Vordergrund steht.
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Was ist dein bisher spannendstes, lustigstes Erlebnis in der «Auberge du Mouton»?
Wir hatten im Sommer ein junges Paar aus Kroatien, das für eine Woche zu uns kam. Zuerst dachte ich, es sei eine Fake-Buchung, da wir hauptsächlich Gäste aus der Schweiz, Deutschland und Frankreich haben. Bei ihrer Anreise stellte sich heraus, dass sie der Hitze entfliehen wollten. Im Gespräch ergab sich dann eine überraschende Wendung: Er organisiert grosse Natur-Weinmessen in New York und Wien. Es war unglaublich spannend, jemanden mit so ungewöhnlichem Hintergrund und so viel Leidenschaft für Wein direkt hier bei uns in der Auberge zu haben. Solche Begegnungen machen meinen Alltag immer wieder besonders und zeigen, wie vielfältig die Welt der Gäste sein kann.
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Nenne deine persönlichen 3 Tipps für Besuchende in der «Auberge du Mouton», die zum ersten Mal in Porrentruy sind.
Erstens: Ein Spaziergang durch die charmante Altstadt von Porrentruy und hinauf zum Château, am besten ohne Eile, um die Atmosphäre wirklich aufzusaugen.
Zweitens: Sich bewusst Zeit nehmen für gutes Essen, inspirierende Gespräche und das angenehm entschleunigte Tempo der Stadt. Und dann den Tag entspannt ausklingen lassen bei einer Übernachtung in einem der zwölf Zimmer der «Auberge du Mouton».
Drittens: Die erste Etappe des Trans Swiss Trail von Porrentruy nach Saint-Ursanne erwandern. Und wer weiss, vielleicht entsteht unterwegs die Lust, gleich alle 32 Etappen bis nach Mendrisio in Angriff zu nehmen.
Wenn es etwas vom Himmel regnen könnte, was wäre das und warum?
Zeit. Weil wir alle oft zu wenig davon haben und sie das Wertvollste ist, was man teilen kann.
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Was sind deine Lieblingsorte in Porrentruy und wo hältst du dich am liebsten auf?
Zu meinen Lieblingsorten in Porrentruy zählen das Bistro «La Poire» mit der «Galerie Sauvage» gleich nebenan, ein Ort voller Leben Kreativität und guter Gespräche. In der Umgebung zieht es mich gerne an den Doubs. Spazieren entlang des Flusses und danach ein erfrischender Sprung ins kühle Nass gehört für mich einfach dazu. Für kurze Pausen im Arbeitsalltag ist der Jardin Botanique direkt hinter der Auberge mein Rückzugsort, ruhig grün und perfekt zum Durchatmen.
Wie wär’s mal mit...
...einer Auszeit im Jura voller Erholung, um die Natur zu entdecken, durch die ruhigen Dörfer zu schlendern und einfach einen Moment Abstand vom Alltag zu gewinnen.
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Vielen Dank Samuel für die spannenden Einblicke und das entschleunigte Erlebnis.
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von Ana Brankovic
am 19.01.2026
Fotos
© Ana Brankovic für Wie wär's mal mit
Wer die Bilder weiterverwenden möchte, muss sich die Rechte bei Wie wär’s mal mit einholen.

Lieber Samuel, wer bist du und welche Macke begleitet dich durch deinen Alltag?
Ich bin Samuel, Gastgeber aus Überzeugung, Detailverliebter und jemand, der gerne Menschen zusammenbringt. Eine kleine Macke von mir: Ich richte Gläser und Stühle fast automatisch gerade, selbst wenn ich privat unterwegs bin. Ganz Gastgeber eben, auch off duty.
Du bist Geschäftsführer in der «Auberge du Mouton» in Porrentruy. Wie sieht dein Arbeitsalltag im Hotel aus und was bedeutet dieser Ort für dich persönlich? Wie hat dich dein Weg nach Porrentruy geführt?
Meine Frau Rebecca Leaver und ich führen eine Liste mit Bars, Restaurants, Hotels, die wir gerne einmal besuchen möchten, oftmals sind das kleine Inspirationsreisen. Die Auberge war auch mal Teil dieser Liste, und so haben wir uns, nach einem Geburtstag von Freund*innen, die in der Nähe ihren 30. feierten, in der «Auberge du Mouton» für ein Wochenende einquartiert. Das Haus hat uns mit der Kombination von Restaurant und Hotel und den schönen renovierten Zimmern sehr gut gefallen. Nach zwei Tagen sind wir wieder abgereist nichts ahnend, dass das Haus zum Verkauf steht. Wenige Monate später haben wir in einer Hotellerie Zeitung ein Inserat entdeckt: kleines Haus mit 12 Zimmern, 30 Plätzen im Restaurant in der Altstadt. Wir waren auf der Suche nach einem gemeinsamen Projekt, bewarben uns und erhielten das Dossier, noch immer ohne genaue Angaben, um welchen Betrieb es sich handelt. Nun war es jedoch so, dass auf dem Titelblatt des Dossiers eine Aussicht aus einem Zimmer abgebildet war. Es war genau das Zimmer, in dem wir paar Monate zuvor übernachtet haben. So wussten wir, es kann nur die «Auberge du Mouton» sein, nahmen all unseren Mut zusammen und starteten in ein neues Abenteuer. Seither ist die Auberge Teil unseres Lebens geworden, ein Ort, an dem wir unsere Leidenschaft ausüben und der Arbeit nachgehen können, die uns gefällt.
Beschreibe die Philosophie des «Auberge du Mouton» in drei Worten.
Persönlich. Charmant. Qualitativ.
Worauf wurde bei der Gestaltung der Zimmer Wert gelegt?
Bei der Gestaltung der Zimmer stand die Verschmelzung des historischen Bestands mit modernen Elementen im Mittelpunkt. Die Zimmer sind von sich aus schon sehr charmant, wir haben mit subtilen Details gearbeitet. Handgemachte Lampen, Bilder von schweizer Künstlerinnen, originelle Lösungen für Vorhänge und Sitzmöglichkeiten, sodass die Zimmer nicht überladen sind und der historische Charme immer noch im Vordergrund steht.

Was ist dein bisher spannendstes, lustigstes Erlebnis in der «Auberge du Mouton»?
Wir hatten im Sommer ein junges Paar aus Kroatien, das für eine Woche zu uns kam. Zuerst dachte ich, es sei eine Fake-Buchung, da wir hauptsächlich Gäste aus der Schweiz, Deutschland und Frankreich haben. Bei ihrer Anreise stellte sich heraus, dass sie der Hitze entfliehen wollten. Im Gespräch ergab sich dann eine überraschende Wendung: Er organisiert grosse Natur-Weinmessen in New York und Wien. Es war unglaublich spannend, jemanden mit so ungewöhnlichem Hintergrund und so viel Leidenschaft für Wein direkt hier bei uns in der Auberge zu haben. Solche Begegnungen machen meinen Alltag immer wieder besonders und zeigen, wie vielfältig die Welt der Gäste sein kann.

Nenne deine persönlichen 3 Tipps für Besuchende in der «Auberge du Mouton», die zum ersten Mal in Porrentruy sind.
Erstens: Ein Spaziergang durch die charmante Altstadt von Porrentruy und hinauf zum Château, am besten ohne Eile, um die Atmosphäre wirklich aufzusaugen.
Zweitens: Sich bewusst Zeit nehmen für gutes Essen, inspirierende Gespräche und das angenehm entschleunigte Tempo der Stadt. Und dann den Tag entspannt ausklingen lassen bei einer Übernachtung in einem der zwölf Zimmer der «Auberge du Mouton».
Drittens: Die erste Etappe des Trans Swiss Trail von Porrentruy nach Saint-Ursanne erwandern. Und wer weiss, vielleicht entsteht unterwegs die Lust, gleich alle 32 Etappen bis nach Mendrisio in Angriff zu nehmen.
Wenn es etwas vom Himmel regnen könnte, was wäre das und warum?
Zeit. Weil wir alle oft zu wenig davon haben und sie das Wertvollste ist, was man teilen kann.
Was sind deine Lieblingsorte in Porrentruy und wo hältst du dich am liebsten auf?
Zu meinen Lieblingsorten in Porrentruy zählen das Bistro «La Poire» mit der «Galerie Sauvage» gleich nebenan, ein Ort voller Leben Kreativität und guter Gespräche. In der Umgebung zieht es mich gerne an den Doubs. Spazieren entlang des Flusses und danach ein erfrischender Sprung ins kühle Nass gehört für mich einfach dazu. Für kurze Pausen im Arbeitsalltag ist der Jardin Botanique direkt hinter der Auberge mein Rückzugsort, ruhig grün und perfekt zum Durchatmen.
Wie wär’s mal mit...
...einer Auszeit im Jura voller Erholung, um die Natur zu entdecken, durch die ruhigen Dörfer zu schlendern und einfach einen Moment Abstand vom Alltag zu gewinnen.
Vielen Dank Samuel für die spannenden Einblicke und das entschleunigte Erlebnis.
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von Ana Brankovic
am 19.01.2026
Fotos
© Ana Brankovic für Wie wär's mal mit
Wer die Bilder weiterverwenden möchte, muss sich die Rechte bei Wie wär’s mal mit einholen.