«Galerie Sechs» Basel: Im Gespräch mit Huan Cao, Kateryna Debkaliuk und Andrea Antosikova
Wer die «Galerie Sechs» betritt, steht nicht einfach in einem Ausstellungsraum, sondern an einem Ort der Begegnung. Das Konzept der Galerie ist eine lebendige, wohnzimmerähnliche Umgebung, die zeitgenössische Künstler*innen, Sammler*innen und Besucher*innen miteinander verbindet. Wir sprachen mit Huan Cao, Kateryna Debkaliuk und Andrea Antosikova über Gemeinschaft, Vertrauen und den Wunsch, Kunst zugänglicher zu machen.
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Hallo Huan, Kateryna, Andrea, wie würdet ihr euch jeweils in einem Satz vorstellen?
Huan: Ich bin die Gründerin von «Galerie Sechs» und will mit unserer Galerie einen Ort schaffen, an dem Künstlerinnen, Geschichten, Community und Sammlerinnen auf Augenhöhe zusammenkommen.
Kateryna: Ich bin Visual Design Managerin und Fotografin und lebe in Basel.
Andrea: Ich bin Unternehmerin und Porträtfotografin mit Sitz in Basel.
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Was bedeutet für euch gemeinsames Arbeiten: Ist es eher ein Ort, ein Projekt oder eine Form von Gemeinschaft?
Huan: In erster Linie ist es eine Form von Gemeinschaft. Der Ort und die Projekte entstehen ganz natürlich aus gemeinsamen Werten, Vertrauen und Dialog.
Kateryna: Für mich ist es definitiv mehr als ein Projekt. Die Galerie ist mein Freundeskreis, meine «Gleichgesinnten». Sie ist wie eine Familie für mich.
Andrea: Eine Form von Gemeinschaft und Ort zugleich.
Welche Werte sind euch persönlich im Schaffen und Arbeiten besonders wichtig?
Huan: Fürsorge, Offenheit und langfristiges Denken. Ich glaube daran, Künstlerinnen und Sammlerinnen aufmerksam zuzuhören und nachhaltige, respektvolle Kooperationen aufzubauen.
Kateryna: Ich habe ein starkes visuelles Gespür. Kunst war immer mein Lebensmittelpunkt. Menschen, die meine Sicht auf die Schönheit dieser Welt teilen, sind meine persönlichen Wegbegleiter*innen im Leben. Daran halte ich fest, und mit ihnen möchte ich mich weiterentwickeln.
Andrea: Zusammenarbeit und Unterstützung für andere.
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Aus welcher Überzeugung entstand die «Galerie Sechs»und wie kamt ihr als Team zusammen?
Huan: «Galerie Sechs» entstand aus der Überzeugung, dass Kunsträume warm, menschlich und zugänglich sein können, ohne an kuratorischer Tiefe zu verlieren. Das Team hat sich organisch durch gemeinsame Arbeit, gegenseitige Unterstützung und Vertrauen zusammengefunden.
Kateryna: Ich habe Huan zu Beginn der Reise der Galerie kennengelernt, bei einer der ersten Ausstellungen. Ich habe mich sofort in die Atmosphäre der Galerie und Huans Geist verliebt und bin im Oktober 2024 dazugestossen. Unsere Partnerschaft ist eine unglaubliche Reise, und seitdem wächst unser Team stetig.
Andrea: Ich habe Huan durch eine befreundete Fotografin kennengelernt, als ich auf der Suche nach einem neuen Fotostudio und Büro war – entweder in einem eigenen oder einem Gemeinschaftsraum. Nach einiger Zeit verwandelte sich das Fotostudio in eine Galerie, und Huan bat mich, Eventfotos zu machen. So wurde ich Teil des Galerie-Teams.
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Ihr seid ein Team aus Frauen. Was empfindet ihr als das Schönste und gleichzeitig Herausforderndste an eurer Tätigkeit?
Huan: Besonders sinnstiftend ist es, gemeinsam etwas zu erschaffen und dabei die jeweiligen Stärken zu unterstützen. Die Herausforderung liegt darin, Fürsorge, Ambition und die Realität eines unabhängigen Kunstraums in Balance zu halten.
Kateryna: Es ist noch der Anfang, und Anfänge sind schwierig. Es gibt viel Unsicherheit, aber ich geniesse das Abenteuer, das wir erleben. Es ist eine Freude zu sehen, wie schnell wir wachsen und unsere Zukunft planen.
Andrea: Die Basler Community mitzugestalten sowie Loyalität und Vertrauen im Team zu stärken.
Ihr bringt unterschiedliche kulturelle Hintergründe mit. Wie beeinflusst das eure Sichtweisen und eure Zusammenarbeit in der «Galerie Sechs»?
Huan: Mein Hintergrund hat mich gelehrt, zwischen Kulturen und Perspektiven zu wechseln. Das hilft mir, Vielfalt, achtsame Kommunikation und Sensibilität in der Zusammenarbeit zu schätzen.
Kateryna: Es ist grossartig, ein so multikulturelles Team zu haben. Ich geniesse das sehr. Besonders stolz bin ich darauf, viele ukrainische Künstler*innen kennenzulernen, mit ihnen zu kommunizieren und sie zu präsentieren – das erfüllt mich mit Stolz auf meine Herkunft.
Andrea: Neben meinem Porträtfotografie-Business war ich auch Teil anderer Kunstgalerien in Basel und habe deren Events fotografisch begleitet. Es freut mich, als Eventfotografin bei «Galerie Sechs» mitzuwirken und Künstler*innen dabei zu helfen, ihre Arbeit und Persönlichkeit zu präsentieren und sich auszudrücken.
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Wie erlebt ihr Basel als Stadt und was macht sie für euch besonders?
Huan: Basel fühlt sich intim und zugleich international an. Das starke Kunst-Ökosystem und die offene Community machen die Stadt zu einem einzigartigen Ort für bedeutungsvolle kulturelle Projekte.
Kateryna: Erst in den letzten zwei Jahren entdecke ich diese Stadt wirklich – mit ihrer verborgenen Underground-Kulturszene. Es braucht Zeit, sie zu erkunden, und das liebe ich. Je mehr ich entdecke, desto mehr neue kulturelle Kreise eröffnen sich.
Andrea: Die Menschen, meine Freund*innen und die internationale Community in Basel machen die Stadt für mich ganz besonders.
Wie stellt sich für euch eine inspirierende Zusammenarbeit mit Künstler*innen dar?
Huan: Als fortlaufendes Gespräch durch Ausstellungen, Story-Sessions und informelle Begegnungen, bei denen sich Künstler*innen nicht nur mit ihrem Werk, sondern auch als Menschen gesehen fühlen.
Kateryna: Künstler*innen sind Menschen, vielleicht die wichtigsten, die es je gab. Sie sind mein Stamm, meine Menschen. Ich behandle meine Menschen so, wie ich selbst behandelt werden möchte, das ist meine Philosophie.
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Welche Wünsche, Pläne oder Träume habt ihr als Team für die nächste Zeit?
Huan: Wir wollen zeitgenössische Kunst noch zugänglicher machen, ohne dabei an inhaltlicher Tiefe einzubüssen. Jede Ausstellung soll zu einem lebendigen Begegnungsraum für menschliche Geschichten und Perspektiven werden. Wir möchten Künstlerinnen am Anfang und in der Mitte ihrer Karriere gezielt durch kuratorische Begleitung, Unterstützung in der Produktion und klare Kommunikation fördern und Narrativ sowie Qualität konsequent miteinander verbinden. Unser Plan ist es, Künstlerinnen, Sammlerinnen und Besucherinnen in einer warmen Wohnzimmer-Atmosphäre zusammenzubringen. Hier sollen Emotion und Professionalität aufeinandertreffen und Gespräche entstehen, die weit über den Ausstellungsbesuch hinaus wirken.
Kateryna: Wir wollen in der internationalen Kunstszene auf stabilem Fundament stehen, an möglichst vielen Kunstmessen teilnehmen und grenzenlos weiter wachsen. Und dabei immer dieser gemütliche Ort bleiben, an den Menschen gern zurückkehren und wo stets die Philosophie bewahrt wird: meine Kunst-Community – mein Stamm – meine Menschen.
Andrea: Ich wünsche der «Galerie Sechs», dass sie ein offener, freundlicher, unterstützender Raum und eine inspirierende Gemeinschaft für viele Künstler*innen wird.
Wie wär’s mal mit...
Huan: …Entschleunigung und damit, der Kunst, den Künstler*innen und uns selbst mehr Zeit zu geben, um wirklich in Verbindung zu treten.
Kateryna: …etwas völlig Neuem in dieser Welt der Galerien? Wie wär’s mal mit einer Kunstwelt mit mehr nachhaltiger weiblicher Energie?
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Wir danken Huan, Kateryna und Andrea für das offene Gespräch und dafür, dass sie ihre Vision und ihren Weg mit uns geteilt haben. Wir blicken gespannt auf die neue Phase der «Galerie Sechs» und werden mit Freude vorbeischauen.
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von Ada Neguer
am 13.04.2026
Fotos
© Ada Neguer für Wie wär's mal mit
Wer die Bilder weiterverwenden möchte, muss sich die Rechte bei Wie wär’s mal mit einholen.

Hallo Huan, Kateryna, Andrea, wie würdet ihr euch jeweils in einem Satz vorstellen?
Huan: Ich bin die Gründerin von «Galerie Sechs» und will mit unserer Galerie einen Ort schaffen, an dem Künstlerinnen, Geschichten, Community und Sammlerinnen auf Augenhöhe zusammenkommen.
Kateryna: Ich bin Visual Design Managerin und Fotografin und lebe in Basel.
Andrea: Ich bin Unternehmerin und Porträtfotografin mit Sitz in Basel.

Was bedeutet für euch gemeinsames Arbeiten: Ist es eher ein Ort, ein Projekt oder eine Form von Gemeinschaft?
Huan: In erster Linie ist es eine Form von Gemeinschaft. Der Ort und die Projekte entstehen ganz natürlich aus gemeinsamen Werten, Vertrauen und Dialog.
Kateryna: Für mich ist es definitiv mehr als ein Projekt. Die Galerie ist mein Freundeskreis, meine «Gleichgesinnten». Sie ist wie eine Familie für mich.
Andrea: Eine Form von Gemeinschaft und Ort zugleich.
Welche Werte sind euch persönlich im Schaffen und Arbeiten besonders wichtig?
Huan: Fürsorge, Offenheit und langfristiges Denken. Ich glaube daran, Künstlerinnen und Sammlerinnen aufmerksam zuzuhören und nachhaltige, respektvolle Kooperationen aufzubauen.
Kateryna: Ich habe ein starkes visuelles Gespür. Kunst war immer mein Lebensmittelpunkt. Menschen, die meine Sicht auf die Schönheit dieser Welt teilen, sind meine persönlichen Wegbegleiter*innen im Leben. Daran halte ich fest, und mit ihnen möchte ich mich weiterentwickeln.
Andrea: Zusammenarbeit und Unterstützung für andere.

Aus welcher Überzeugung entstand die «Galerie Sechs»und wie kamt ihr als Team zusammen?
Huan: «Galerie Sechs» entstand aus der Überzeugung, dass Kunsträume warm, menschlich und zugänglich sein können, ohne an kuratorischer Tiefe zu verlieren. Das Team hat sich organisch durch gemeinsame Arbeit, gegenseitige Unterstützung und Vertrauen zusammengefunden.
Kateryna: Ich habe Huan zu Beginn der Reise der Galerie kennengelernt, bei einer der ersten Ausstellungen. Ich habe mich sofort in die Atmosphäre der Galerie und Huans Geist verliebt und bin im Oktober 2024 dazugestossen. Unsere Partnerschaft ist eine unglaubliche Reise, und seitdem wächst unser Team stetig.
Andrea: Ich habe Huan durch eine befreundete Fotografin kennengelernt, als ich auf der Suche nach einem neuen Fotostudio und Büro war – entweder in einem eigenen oder einem Gemeinschaftsraum. Nach einiger Zeit verwandelte sich das Fotostudio in eine Galerie, und Huan bat mich, Eventfotos zu machen. So wurde ich Teil des Galerie-Teams.

Ihr seid ein Team aus Frauen. Was empfindet ihr als das Schönste und gleichzeitig Herausforderndste an eurer Tätigkeit?
Huan: Besonders sinnstiftend ist es, gemeinsam etwas zu erschaffen und dabei die jeweiligen Stärken zu unterstützen. Die Herausforderung liegt darin, Fürsorge, Ambition und die Realität eines unabhängigen Kunstraums in Balance zu halten.
Kateryna: Es ist noch der Anfang, und Anfänge sind schwierig. Es gibt viel Unsicherheit, aber ich geniesse das Abenteuer, das wir erleben. Es ist eine Freude zu sehen, wie schnell wir wachsen und unsere Zukunft planen.
Andrea: Die Basler Community mitzugestalten sowie Loyalität und Vertrauen im Team zu stärken.
Ihr bringt unterschiedliche kulturelle Hintergründe mit. Wie beeinflusst das eure Sichtweisen und eure Zusammenarbeit in der «Galerie Sechs»?
Huan: Mein Hintergrund hat mich gelehrt, zwischen Kulturen und Perspektiven zu wechseln. Das hilft mir, Vielfalt, achtsame Kommunikation und Sensibilität in der Zusammenarbeit zu schätzen.
Kateryna: Es ist grossartig, ein so multikulturelles Team zu haben. Ich geniesse das sehr. Besonders stolz bin ich darauf, viele ukrainische Künstler*innen kennenzulernen, mit ihnen zu kommunizieren und sie zu präsentieren – das erfüllt mich mit Stolz auf meine Herkunft.
Andrea: Neben meinem Porträtfotografie-Business war ich auch Teil anderer Kunstgalerien in Basel und habe deren Events fotografisch begleitet. Es freut mich, als Eventfotografin bei «Galerie Sechs» mitzuwirken und Künstler*innen dabei zu helfen, ihre Arbeit und Persönlichkeit zu präsentieren und sich auszudrücken.

Wie erlebt ihr Basel als Stadt und was macht sie für euch besonders?
Huan: Basel fühlt sich intim und zugleich international an. Das starke Kunst-Ökosystem und die offene Community machen die Stadt zu einem einzigartigen Ort für bedeutungsvolle kulturelle Projekte.
Kateryna: Erst in den letzten zwei Jahren entdecke ich diese Stadt wirklich – mit ihrer verborgenen Underground-Kulturszene. Es braucht Zeit, sie zu erkunden, und das liebe ich. Je mehr ich entdecke, desto mehr neue kulturelle Kreise eröffnen sich.
Andrea: Die Menschen, meine Freund*innen und die internationale Community in Basel machen die Stadt für mich ganz besonders.
Wie stellt sich für euch eine inspirierende Zusammenarbeit mit Künstler*innen dar?
Huan: Als fortlaufendes Gespräch durch Ausstellungen, Story-Sessions und informelle Begegnungen, bei denen sich Künstler*innen nicht nur mit ihrem Werk, sondern auch als Menschen gesehen fühlen.
Kateryna: Künstler*innen sind Menschen, vielleicht die wichtigsten, die es je gab. Sie sind mein Stamm, meine Menschen. Ich behandle meine Menschen so, wie ich selbst behandelt werden möchte, das ist meine Philosophie.

Welche Wünsche, Pläne oder Träume habt ihr als Team für die nächste Zeit?
Huan: Wir wollen zeitgenössische Kunst noch zugänglicher machen, ohne dabei an inhaltlicher Tiefe einzubüssen. Jede Ausstellung soll zu einem lebendigen Begegnungsraum für menschliche Geschichten und Perspektiven werden. Wir möchten Künstlerinnen am Anfang und in der Mitte ihrer Karriere gezielt durch kuratorische Begleitung, Unterstützung in der Produktion und klare Kommunikation fördern und Narrativ sowie Qualität konsequent miteinander verbinden. Unser Plan ist es, Künstlerinnen, Sammlerinnen und Besucherinnen in einer warmen Wohnzimmer-Atmosphäre zusammenzubringen. Hier sollen Emotion und Professionalität aufeinandertreffen und Gespräche entstehen, die weit über den Ausstellungsbesuch hinaus wirken.
Kateryna: Wir wollen in der internationalen Kunstszene auf stabilem Fundament stehen, an möglichst vielen Kunstmessen teilnehmen und grenzenlos weiter wachsen. Und dabei immer dieser gemütliche Ort bleiben, an den Menschen gern zurückkehren und wo stets die Philosophie bewahrt wird: meine Kunst-Community – mein Stamm – meine Menschen.
Andrea: Ich wünsche der «Galerie Sechs», dass sie ein offener, freundlicher, unterstützender Raum und eine inspirierende Gemeinschaft für viele Künstler*innen wird.
Wie wär’s mal mit...
Huan: …Entschleunigung und damit, der Kunst, den Künstler*innen und uns selbst mehr Zeit zu geben, um wirklich in Verbindung zu treten.
Kateryna: …etwas völlig Neuem in dieser Welt der Galerien? Wie wär’s mal mit einer Kunstwelt mit mehr nachhaltiger weiblicher Energie?

Wir danken Huan, Kateryna und Andrea für das offene Gespräch und dafür, dass sie ihre Vision und ihren Weg mit uns geteilt haben. Wir blicken gespannt auf die neue Phase der «Galerie Sechs» und werden mit Freude vorbeischauen.
_
von Ada Neguer
am 13.04.2026
Fotos
© Ada Neguer für Wie wär's mal mit
Wer die Bilder weiterverwenden möchte, muss sich die Rechte bei Wie wär’s mal mit einholen.