«Pensiun Laresch»: Im Gespräch mit Lukas Hug und Marianne Peyer
Das Berghotel «Pensiun Laresch» befindet sich inmitten des Schweizer Naturparks «Piz Beverin» in Mathon, Graubünden und bietet reduziert gestaltete Zimmer mit Blick auf die Alpen. Natürliche Materialien und Lichteinfall setzen zusätzlich Akzente im Fassadenbild. Gleich neben dem Berghotel steht seit dem Sommer 2020 ein modernes Tiny House aus Vollmondholz, das ebenfalls zur Berglodge gehört und sich gleich beim ersten Betreten wie ein kleines Zuhause anfühlt. Wir sprachen mit den Inhaber*innen Lukas Hug und Marianne Peyer über Naturverbundenheit, Architektur und das Leben.


Liebe Marianne, lieber Lukas wer seid ihr und woher kennt ihr euch?
Ursprünglich kommen wir beide aus dem Kanton Luzern. Wir waren einmal verheiratet, haben uns getrennt, führen aber die Lodge aber immer noch gemeinsam. Die Liebe zu den Bergen hat uns in diese abgelegene Bergregion geführt. In den Bergen wohnen, leben und arbeiten – das war und ist unser Traum!


Ihr seid Inhaber*innen der «Pensiun Laresch» – wie kam es dazu, was habt ihr davor gemacht?
Wir sind beide nicht aus dem Hotel- oder Gastrobereich. Beide arbeiten wir immer noch in einem kleinen Pensum in unseren ursprünglichen Jobs (als Schulleiter und Bibliothekarin). Von der ursprünglichen Idee bis zur heutigen Lodge sind viele Jahre vergangen. Wir wollten immer einen Ort für Gäste in den Bergen aufbauen. Zufälle und etwas Schicksal haben uns in den Naturpark Beverin geführt.


«Pensiun Laresch» – weshalb der Name?
Laresch ist rätoromanisch und bedeutet Lärche. Einerseits befindet sich unsere Lodg unmittelbar neben einem Lärchenwald und andererseits haben wir viel Lärchenholz beim Bau der Lodge verwendet.

Was ist das Konzept der Architektur des Berghotels «Pensiun Laresch»?
Beim Bau der Lodge und des Tiny House haben wir sehr auf eine nachhaltige Bauweise geachtet (Lehm, Kalk, Holz und Stein aus der Region). Auch den Betrieb versuchen wir möglichst umweltschonend zu gestalten. Einen guten Teil des Stroms gewinnen wir aus unserer Solaranlage, die Wärme für die Heizung kommt von einer Erdsonde.



Weshalb habt ihr euch entschieden, zusätzlich ein Tiny House zu bauen und was sind dessen Besonderheiten?
Von Beginn weg lief es sehr gut mit unserer Lodge. Wir mussten immer wieder Leuten absagen, weil wir weit im Voraus ausgebucht waren. Wir konnten also gut zusätzliche Zimmer gebrauchen. Es war uns aber nicht möglich gleich mehrere zusätzliche Zimmer zu bauen. Wir haben deshalb nach einer Möglichkeit gesucht für eine Vergrösserung, die für uns tragbar war. Über viele interessante Projekte sind wir dann zum Tiny House gekommen.



Interior – worauf legt ihr Wert?
Uns gefällt ein schlichter Stil. Überladene Deko gefällt uns nicht. Wir sind grosse Fans von skandinavischen Designlabels. Wo immer möglich, versuchen wir Schweizer Labels zu berücksichtigen, z.B. «Reseda Möbel», «Soeder» und lokale Schreiner.



Beschreibt die Menschen, die «Pensiun Laresch» buchen, in drei Worten.
Unkompliziert, Geniesser, Nature-Lovers

Was war eure bisher witzigste Erfahrung als Hotelbesitzer?
Wir haben für alle Zimmer extra Betten aus Arvenholz vom Schreiner anfertigen lassen. Die Matratze ist aus Naturlatex. Ein junges Paar hat sich beklagt, dass die Betten nicht gut seien und hat während vier Nächten dann demonstrativ auf dem Boden neben dem Bett geschlafen.



Wenn ihr gerade mal nicht im Hotel seid, wo haltet ihr euch am liebsten auf?
Auf den Tourenskis, in der Sauna, irgendwo in einem abgelegen Tal, in einem guten Restaurant oder ausnahmsweise in einer Stadt in einem Restaurant mit gutem Kaffee.

Wenn es etwas vom Himmel regnen könnte, was wäre das?
Grundsätzlich das Wichtigste: Gesundheit und die Möglichkeit eigene Projekte umzusetzen.


Wenn ihr die Schweizer Berglandschaft als essbares Menü beschreiben müsstet, was wäre dies?
Es gibt unglaublich gute Produkte aus der Region oder dem Alpenraum. Wann immer möglich berücksichtigen wir diese: Honig, Eier, Fleisch, Kartoffeln, Joghurt, Rahm, Käse, Butter, Obst, Gemüse etc. Wir mögen das Kochen auf dem Feuerring!



Wenn ihr an den Ort Mathon in Graubünden denkt, welches Lied fällt euch zur Atmosphäre dieser Ortschaft als erstes ein?
Zum Beispiel ein Song von Ólafur Arnalds «inconsist». Ist aber nur einer unter vielen.



Wie wär’s mal mit...
...einer Übernachtung in der Berglodge oder im Tiny House mit einem leckeren Abendessen?


Vielen Dank an Lukas und Marianne für die spannenden Einblicke in den Schweizer Bergen. Wie wär’s mal mit einem Ausflug nach Graubünden?


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von Ana Brankovic
am 08.03.2021

Fotos
© Ana Brankovic für Wie wär's mal mit


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