Quartierzentrum «GundeliDräff» Basel: Im Gespräch mit Jacqueline Martin
Ob Austausch, Unterstützung oder gemeinsames Engagement, im Basler «GundeliDräff» kommen unterschiedliche Lebensrealitäten zusammen und der Ort ist für viele weit mehr als nur ein Treffpunkt im Gundeli Quartier. Wir haben mit Jacqueline Martin, Präsidentin des «GundeliDräff», über ihre Arbeit, ihre Motivation und die Bedeutung von gelebter Nachbar*innenschaft gesprochen.
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Jacqueline, wenn dich jemand neu kennenlernt, wie stellst du dich vor?
Ich stelle mich als pensionierte, aktive Person vor, die sehr gerne im Gundeli lebt und mit Freude den «Verein GundeliDräff» präsidieren darf.
Was hat dich zum «GundeliDräff» geführt und was bedeutet dieser Ort für dich persönlich?
Ich bin per Zufall im Gundeli gelandet. Als Familie haben wir lange im Kanton Aargau gelebt, weil mein Mann wünschte, dass unsere Söhne auf dem Land aufwachsen. Nach dem Wegzug der Söhne und da mein Mann die meiste Zeit im Jahr in Frankreich seinen Pensioniertentraum lebt, wollte ich als Baslerin zurück in die Stadt Basel. Im Gundeli haben wir unsere Traumwohnung gefunden, und ich habe mich von Anfang an wohl im Quartier gefühlt. Nach meiner Pensionierung wollte ich mich im Gundeli engagieren, ein wenig mehr dazugehören. Als Mitglied des «Neutralen Quartiervereins Gundeli» und da meine Stärken in der administrativen Arbeit liegen, kam ich zum Projekt Quartierzentrum «GundeliDräff».
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Wie würdest du das Miteinander in deinem Team beschreiben?
Wir sind ein sehr gut eingespieltes Team. Jede*r kann sich den Aufgaben widmen, die ihm oder ihr am besten vertraut sind. Wir kommunizieren offen miteinander, die Zusammenarbeit klappt bestens, auch bei den Stellvertretungen. Im Vergleich zu früheren Vorstandsarbeiten sind wir das beste Team ever.
Gab es eine Begegnung im «GundeliDräff», bei der du gespürt hast: «Genau deshalb mache ich das»?
Seit Kurzem haben wir einmal monatlich einen Kaffichranz für ältere Menschen, organisiert von Lavinia Besuchet, «FUNDUS Basel». Wir möchten älteren, oft einsamen Quartierbewohner*innen einen geselligen Nachmittag zusammen mit anderen Gleichgesinnten anbieten. Es kommen jeweils einige Frauen, leider nur ganz wenige Männer. Zu sehen, wie diese Menschen den Kaffichranz-Nachmittag geniessen und miteinander ins Gespräch kommen, ist wunderbar. Dies ist einer der Gründe, weshalb ich mich im «GundeliDräff» engagiere.
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Was bedeutet für dich Nachbar*innenschaft?
Gutes Zusammenleben, füreinander da sein, sich gegenseitig unterstützen. Beispiel: Zusammen mit zwei Nachbarinnen organisieren wir zweimal jährlich ein Hofapéro, zu dem wir Nachbar*innen aus der Gemeinschaft und auch unmittelbare Nachbar*innen einladen. Dies wird sehr geschätzt, und es ist jeweils ein lockerer Anlass.
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Was passiert, wenn Menschen sich einfach begegnen und dann gemeinsam etwas auf die Beine stellen? Hast du so etwas schon erlebt?
Dies passiert eher selten, denke ich. Ich erinnere mich nicht an spontane Aktionen.
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Wenn du jemanden einen Tag lang durch dein Basel führen würdest, wo würdet ihr hingehen?
Dem Rhein entlang spazieren, mit der Fähre fahren und anschliessend durch «mein» Gundeli-Quartier spazieren, im «Tibits» zusammen ein feines Essen geniessen und anschliessend einen Blick in den «GundeliDräff» werfen.
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Mit wem würdest du gerne mal einen Spaziergang oder ein Gespräch führen, egal ob lebend oder verstorben?
Mit Tanja Grandits oder Wolfgang Amadeus Mozart.
Gibt’s im Gundeli etwas, das du gerne sichtbarer machen würdest?
Das Quartierzentrum «GundeliDräff» darf noch sichtbarer werden. Ausserdem gibt es sehr schöne Hinterhöfe, die meist nur am Quartierflohmarkt offen sind.
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Wie wär’s mal mit...
...einem Besuch im Quartierzentrum «GundeliDräff»?
Mit Menschen wie Jacqueline Martin bleibt der «GundeliDräff» ein Raum, der offen ist für Begegnungen und für alles, was ein Quartier zusammenhält. Vielen Dank für das Gespräch und die spannenden Einblicke.
_
von Ada Neguer
am 23.02.2026
Fotos
© Ada Neguer für Wie wär's mal mit
Wer die Bilder weiterverwenden möchte, muss sich die Rechte bei Wie wär’s mal mit einholen.

Jacqueline, wenn dich jemand neu kennenlernt, wie stellst du dich vor?
Ich stelle mich als pensionierte, aktive Person vor, die sehr gerne im Gundeli lebt und mit Freude den «Verein GundeliDräff» präsidieren darf.
Was hat dich zum «GundeliDräff» geführt und was bedeutet dieser Ort für dich persönlich?
Ich bin per Zufall im Gundeli gelandet. Als Familie haben wir lange im Kanton Aargau gelebt, weil mein Mann wünschte, dass unsere Söhne auf dem Land aufwachsen. Nach dem Wegzug der Söhne und da mein Mann die meiste Zeit im Jahr in Frankreich seinen Pensioniertentraum lebt, wollte ich als Baslerin zurück in die Stadt Basel. Im Gundeli haben wir unsere Traumwohnung gefunden, und ich habe mich von Anfang an wohl im Quartier gefühlt. Nach meiner Pensionierung wollte ich mich im Gundeli engagieren, ein wenig mehr dazugehören. Als Mitglied des «Neutralen Quartiervereins Gundeli» und da meine Stärken in der administrativen Arbeit liegen, kam ich zum Projekt Quartierzentrum «GundeliDräff».

Wie würdest du das Miteinander in deinem Team beschreiben?
Wir sind ein sehr gut eingespieltes Team. Jede*r kann sich den Aufgaben widmen, die ihm oder ihr am besten vertraut sind. Wir kommunizieren offen miteinander, die Zusammenarbeit klappt bestens, auch bei den Stellvertretungen. Im Vergleich zu früheren Vorstandsarbeiten sind wir das beste Team ever.
Gab es eine Begegnung im «GundeliDräff», bei der du gespürt hast: «Genau deshalb mache ich das»?
Seit Kurzem haben wir einmal monatlich einen Kaffichranz für ältere Menschen, organisiert von Lavinia Besuchet, «FUNDUS Basel». Wir möchten älteren, oft einsamen Quartierbewohner*innen einen geselligen Nachmittag zusammen mit anderen Gleichgesinnten anbieten. Es kommen jeweils einige Frauen, leider nur ganz wenige Männer. Zu sehen, wie diese Menschen den Kaffichranz-Nachmittag geniessen und miteinander ins Gespräch kommen, ist wunderbar. Dies ist einer der Gründe, weshalb ich mich im «GundeliDräff» engagiere.

Was bedeutet für dich Nachbar*innenschaft?
Gutes Zusammenleben, füreinander da sein, sich gegenseitig unterstützen. Beispiel: Zusammen mit zwei Nachbarinnen organisieren wir zweimal jährlich ein Hofapéro, zu dem wir Nachbar*innen aus der Gemeinschaft und auch unmittelbare Nachbar*innen einladen. Dies wird sehr geschätzt, und es ist jeweils ein lockerer Anlass.

Was passiert, wenn Menschen sich einfach begegnen und dann gemeinsam etwas auf die Beine stellen? Hast du so etwas schon erlebt?
Dies passiert eher selten, denke ich. Ich erinnere mich nicht an spontane Aktionen.

Wenn du jemanden einen Tag lang durch dein Basel führen würdest, wo würdet ihr hingehen?
Dem Rhein entlang spazieren, mit der Fähre fahren und anschliessend durch «mein» Gundeli-Quartier spazieren, im «Tibits» zusammen ein feines Essen geniessen und anschliessend einen Blick in den «GundeliDräff» werfen.

Mit wem würdest du gerne mal einen Spaziergang oder ein Gespräch führen, egal ob lebend oder verstorben?
Mit Tanja Grandits oder Wolfgang Amadeus Mozart.
Gibt’s im Gundeli etwas, das du gerne sichtbarer machen würdest?
Das Quartierzentrum «GundeliDräff» darf noch sichtbarer werden. Ausserdem gibt es sehr schöne Hinterhöfe, die meist nur am Quartierflohmarkt offen sind.

Wie wär’s mal mit...
...einem Besuch im Quartierzentrum «GundeliDräff»?
Mit Menschen wie Jacqueline Martin bleibt der «GundeliDräff» ein Raum, der offen ist für Begegnungen und für alles, was ein Quartier zusammenhält. Vielen Dank für das Gespräch und die spannenden Einblicke.
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von Ada Neguer
am 23.02.2026
Fotos
© Ada Neguer für Wie wär's mal mit
Wer die Bilder weiterverwenden möchte, muss sich die Rechte bei Wie wär’s mal mit einholen.